Warum Vertiegungsgruppe?

Wenn Jesus in seine Nachfolge ruft, dann ruft er gleichzeitig jeden in eine Gemeinschaft von Nachfolgern hinein. Keiner kann und soll allein unterwegs sein. Und das gilt ganz besonders für den tiefGang.

Larry Squire, Professor für Psychiatrie, Neurowissenschaften und Psychologie der Universaty of California in Sant Diego stellt in seinem Buch „Gedächtnis: Die Natur sich zu erinnern“ folgende unglaubliche These auf: „Je intensiver wir uns mit neuen Inhalten auseinandersetzen, desto besser können wir uns an sie erinnern.“ Für diese Erkenntnis braucht man eigentlich keinen akademischen Titel, keinen Lehrstuhl und auch kein Buch über Neurologie: die intensive Beschäftigung mit einem Thema führt dazu, dass mehr von diesem Thema „an uns“ kleben bleibt. Und deswegen gibt es im tiefGang Vertiefungsgruppen.

Vertiefungsgruppen bieten einen geschützten Rahmen, sich dem jeweiligen Thema noch einmal gemeinschaftlich zu nähern, erste oder weitere praktische Schritte zu machen / auszuprobieren, und die eigenen Fragen, Anregungen und Erfahrungen mit einzubringen. Diese Art des Erlebens von Gemeinschaft, Tiefe und Begleitung ist so wichtig, dass die Zugehörigkeit in eine Vertiefungsgruppe für jeden tiefGang-Teilnehmer obligatorisch ist.

Vertiefungsgruppen sind Kleingruppen von idealer Weise 6 bis 8 Leuten, die sich (mindestens) zwei Mal zu jedem Thema treffen. Sie bekommen Arbeitsmaterial an die Hand, mit dem sie ihre Treffen gestalten können. Das Material bezieht sich immer auf Impulse aus den Vortrags-Wochenenden und soll helfen, das gehörte weiter zu verarbeiten, oder es direkt im eigenen Leben anzuwenden/auszuprobieren.

Wie findet man „seine“ Kleingruppe?

Zum einen ist es natürlich möglich, und vielleicht auch eine großartige Chance, mit seiner vielleicht schon bestehenden Kleingruppe (dem Hauskreis, dem Mitarbeiter-Kreis usw) am tiefGang teilzunehmen. So holt man sich in seine vertraute Umgebung spannende Impulse und kann weiter gemeinsam wachsen.

Vor Beginn werden sich für die Dauer des tiefGangs neue Kleingruppen aus Teilnehmern bilden. Alles was es dazu bedarf, ist ein „Gastgeber“, der bereit ist, z.B. sein Wohnzimmer zwei Mal im Monat für ein Treffen zur Verfügung zu stellen. Neben dem Gastgeber sollte jede Vertiefungsgruppe einen Ansprechpartner, oder Kleingruppen-Leiter bestimmen. Er muss nicht zwingend immer für die inhaltliche Vorbereitung der Treffen verantwortlich sein – das könnte auch reihum geschehen. Sollten aber irgendwann einmal Probleme, Unstimmigkeiten oder organisatorische Fragen auftreten, ist es gut, einen bestimmten Ansprechpartner zu haben. Außerdem muss natürlich auch sichergestellt sein, dass die Arbeitsmaterialien ihren Weg in die Gruppe finden.
Der Ansprechpartner/Leiter sollte spätestens bei einem ersten Treffen der Gruppe (das am besten noch vor dem ersten Vortragswochenendes stattfindet) bestimmt werden.

Bei der Anmeldung zum tiefGang über unsere Website kannst du angeben, ob du eine Vertiefungsgruppe suchst, bereits einer teilnehmenden Gruppe angehörst oder bereit wärst, als Gastgeber für eine Gruppe zur Verfügung zu stehen. Wenn du eine Gruppe suchst, werden wir dir behilflich sein die richtige zu finden und dich dafür zu gegebener Zeit kontaktieren. je nach Nachfrage und Angebot wird es auch eine Art „Kleingruppen-Markt“ geben. „Stay tunded“.